Tom und die Gefährten durchwandern den Gebirgspass und treten am südlichen Ausgang wieder in die Wüste Umajos heraus.

Krankenstation und Zugang zur Serviceebene
Reaktorraum
Flucht aus der Toronto

Ablauf

Als die Gefährten aus der Höhle kommen, stößt Tom einen Schrei aus:

  Tom: "Seht doch! Dort hinten fliegt ein Shuttle der Toronto!"

Das Shuttle kommt näher, offenbar sind die Gefährten bemerkt worden. Es setzt zur Landung an

An seine Begleiter gewandt, sagt Tom:

  Tom: "Kommt! Nur keine Angst! Es wird ein wenig eng dort drinnen, aber es ist ja nur für eine kurze Zeit."

Tom steigt ein und bemerkt, daß kein Pilot in der Kanzel sitzt. Das Shuttle ist ferngesteuert. Plötzlich schlägt die Tür des Shuttles zu! Tom ist eingesperrt und das Shuttle startet, ohne die Gefährten. Schon während des Startes flutet ein Gas in die Kabine des Fahrzeugs. Tom sinkt betäubt zu Boden! Er bekommt nichts von dem folgenden Flug mit...

Vom Betäubungsgas benebelt, kommt Tom langsam wieder zu sich. Er wird von zwei Sicherheitsleuten in die Mitte genommen und in die TORONTO geführt.

Das Gas übt noch seine Wirkung auf Tom aus.

Mit verschwommenem Blick und benebeltem Kopf sieht er sein Empfangskommando: Kapitän Brandt, Christine, Joe, einige Besatzungsmitglieder sowie den künstlichen Körper von Ned, des AI-Bordrechners.

  Brandt: "Driscoll! Wir haben Sie tatsächlich noch lebend gefunden! Was müssen Sie durchgemacht haben!"

  Joe: "Tom, Du bist doch nicht draufgegangen! Mann, bin ich froh, Dich zu sehen!"

  Christine: "Tom! Mein Gott, daß ich Dich noch mal wiedersehe! Wie geht es Dir? Was ist passiert? Und wo..."

  Ned: "Verzeihen Sie, Mrs. Mocci, aber wie Sie sehen, ist Mr. Driscolls Allgemeinzustand sehr schlecht. Er muß dringend in medizinische Behandlung."

  Tom: "Gas... Kpn' Brandt, warum... Der Planet ist..."

  Brandt: "Ich denke auch, daß wir Mr. Driscoll sofort in die medizinische Abteilung bringen sollten. Es ist ein Wunder, daß er so lange auf dieser lebensfeindlichen Oberfläche überleben konnte."

  Tom: "Aber, Sir, der Planet ist doch... Sie müssen doch wissen, daß... Der Planet ist voller Leben!"

  Ned: "Wie ich befürchtet hatte! Mr. Driscoll halluziniert. Er muß sofort auf die Krankenstation."

  Tom: "Aber..."

Die beiden Secus nehmen Tom wieder in die Mitte und schleifen ihn fort.

  Christine: "Tom!"

  Ned: "Gedulden Sie sich einige Tage, Mrs. Mocci. Sie werden Mr. Driscoll besuchen können, sobald er sich ein wenig erholt hat."

Kaum sind die Secus mit Tom in der Mitte außer Sichtweite der anderen, spürt Tom einen kurzen, scharfen Schmerz am Hals. Die Injektion läßt alles um ihn herum in Dunkelheit versinken.

Unbestimmte Zeit später kommt Tom in einem Krankenzimmer wieder zu sich.

  Tom: "Verdammt! Mein Kopf! Was soll das ganze bescheuerte Theater? Sind die hier alle übergeschnappt?"

Bei einem Rundgang durch sein Zimmer entdeckt Tom den abgesperrten Ausgang.

  Tom: "Die Tür ist gesperrt! Driscoll, Du bist in Schwierigkeiten. Irgendwas ist hier faul."

Am nächsten Morgen hört Tom Schritte vor seiner Tür...

Plötzlich öffnet sich die Tür und Toms alter Freund Joe kommt herein!

  Tom: "Joe! Endlich eine Menschenseele! Was ist hier eigentlich los? Warum werde ich hier wie ein Verbre..."

  Joe: "Stop, stop! Beruhige dich, Mann. Erstmal: Schön, daß Du noch am Leben bist. Wir hatten Dich und Hofstedt schon abgeschrieben."

  Tom: "Sorry, Alter. Ich freu' mich auch, Dich zu sehen."

  Joe: "O.K. Ich weiß nicht, wie lange wir hier Zeit haben. Vielleicht merken sie, daß ich die Tür mit einer manipulierten Karte aufbekommen habe."

  Tom: "Ich habe mir schon gedacht, daß Dein Besuch hier inoffiziell ist. Sag' mir endlich, was hier passiert ist!"

  Joe: "Nichts da! Zuerst bist Du dran. Leg' los, kurz und knapp."

  Tom: "Kurz und knapp? Mann, Du hast ja keine Ahnung..."

Tom schildert so kompakt wie möglich seine unglaublichen Erlebnisse. Er berichtet von den Iskai und Menschen und seinen Abentuern auf einer vor Leben strotzenden Welt. Joe wird immer fassungsloser.

  Joe: "Wow. Das muß ich im Sitzen verdauen. Wenn ich dich nicht so lange kennen würde, würde ich tatsächlich glauben, daß Du 'n bißchen Nebenluft ziehst. Das ist wirklich alles passiert?"

  Tom: "Du weißt, daß ich mir sowas nicht aus den Fingern saugen würde. Hofstedt könnte Dir alles bestätigen, wenn er nicht bei den Dji Cantos geblieben wäre."

  Joe: "Immerhin würde das einiges erklären. Aber daß diese Welt so..."

  Tom: "Jetzt bist Du dran, mein Freund. Was ist hier passiert?"

  Joe: "Alles geht seinen normalen Gang. Und genau das ist das Problem."

  Tom: "Du willst mir doch nicht erzählen, daß hier keiner was davon gemerkt hat, was mit diesem Planeten los ist?"

  Joe: "Überleg' mal! Wenn Du auf der Erde inmitten der Wüste Gobi gelandet wärst, und weiter vom Planeten nichts gesehen hast, was würdest Du dann denken?"

  Tom: "Der Landeplatz ist geschickt gewählt, schon wahr. Das läßt nur den Schluß zu, daß falsche Daten von der AI und Käpt'n Brandt an die Besatzung weitergegeben wurden."

  Joe: "Offenbar. Aber davon mal abgesehen, einige Dinge sind schon passiert. Daß die Atmosphäre besser atembar ist, als im voraus vermutet, ist schwer zu ignorieren. Außerdem sind wir bei den ersten Abbauarbeiten auf verdammt seltsame und wehrhafte Viecher gestoßen. Solch hoch entwickelte Lebensformen kann es auf einem fast leblosen Planeten kaum geben."

  Tom: "Und niemand ist mißtrauisch geworden?"

  Joe: "Na ja. Die Kreaturen wurden von den Secus abgewehrt. Am Anfang gab es eine völlig verrückte Serie von unerklärlichen Einstürzen und Unfällen. Das hat uns so in Trab gehalten, daß wir kaum Zeit zum Schlafen, geschweige denn zum Nachdenken hatten. Der Käpt'n ist nach der "Brute Force" - Methode vorgegangen. Hat eine Menge Munition und Material gekostet, aber mit der Ausrüstung, die uns mitgegeben wurde, haben wir alle Probleme einfach niedergewalzt. Schließlich haben all die Vorfälle langsam nachgelassen. Die Prämien wurden glatt auf's Doppelte erhöht und viele an Bord haben dadurch ihre Neugier verloren. Die anderen haben keine Möglichkeit, irgend etwas über diese Welt in Erfahrung zu bringen. Du weißt, es ist untersagt, den Bereich der Anlage zu verlassen."

  Tom: "Paßt alles hervorragend zusammen. Jetzt ist mir klar, warum sie mich kaltgestellt haben. Ich war wohl etwas naiv. Aber daß es DDT auf die dreiste Methode versucht, hätte ich nie gedacht. Irgend jemand wird dahinterkommen!"

  Joe: "Vielleicht. Vielleicht nicht. Der Tod von Inspektor Beegle erscheint dadurch natürlich ebenfalls in einem neuen Licht."

  Tom: "Richtig. Er könnte was von der Manipulation der Sondendaten gemerkt haben und hat versucht, einen Kontakt zu seiner Dienststelle herzustellen, als es ihn erwischte."

  Joe: "Das gezielte Überladen der over-c - Konsole kann eigentlich nur von Ned, dem Bordrechner herbeigeführt werden. Wenn die AI tatsächlich aktiv bei der ganzen Sache mitmischt, und davon müssen wir ausgehen, sollten wir verdammt vorsichtig sein. Es gibt nicht viel an Bord der TORONTO, was nicht von der AI gesteuert werden kann."

  Tom: "Wir müssen trotzdem hier heraus und mit den Leuten an Bord reden! Ich kenne doch viele der Leute. Wenn sie alle über diese Welt wissen, kann ich mir nicht vorstellen, daß alle weiter an der Zerstörung des Planeten weiterarbeiten, Prämie oder nicht."

  Joe: "Mag sein. Es würde jedenfalls für genug Trubel sorgen, um den Betrieb hier zum Erliegen zu bringen. Aber das ist nicht das Problem. Das Problem ist die AI."

  Tom: "Was soll das Ding machen? Uns den Strom abstellen? Ned mag Kameras haben, aber es sind keine Maschinenpistolen daran geschraubt."

  Joe: "Ich habe vor ein paar Wochen etwas entdeckt, was an Bord wohl nur wenige wissen dürften: Es gibt nicht nur einen der künstlichen Körper, durch die die AI mit uns kommuniziert. Es gibt Dutzende! Und die Dinger sind gefährlich, gerade in dieser Anzahl. Wenn Ned in der Lage ist, alle Körper gleichzeitig zu steuern und Ernst macht, gibt es an Bord ein Gemetzel!"

  Tom: "Ach du Scheiße. Du meinst, DDT würde Gewalt gegen die eigenen Leute anwenden?"

  Joe: "Das kannst Du Dir ausrechnen. Wenn ein Schiff dieser Größe seine Mission nicht erfüllt, ist das kein herber Verlust für die Bilanzen. Es wäre das Ende der Firma. Das motiviert zu außergewöhnlichen Anstrengungen und Maßnahmen, sage ich Dir."

  Tom: "Also gut. Ich könnte Dir jetzt lang und breit erzählen, wie auf der langen Reise hierher dieser Planet und seine Bewohner zu einem Teil von mir wurden und so weiter und so fort. Ich sage zu dem Thema nur das Eine: Diese Welt wird nur über meine Leiche umgegraben, O.K.?

Joe schaut Tom eine Weile schweigend an. Nach einer Denkpause sagt er:

  Joe: "Muß ja tolle Gegenden auf dieser Welt geben. Ich würde sie gerne mal kennenlernen. Also: Ich werd's bestimmt bereuen, aber... Ich bin dabei."

  Tom: "Was soll ich sagen? Ich..."

  Joe: "Wie wär's mit: 'Danke'? Ha, vergiß' es!"

  Tom: "Hast du 'ne Idee, wie's weitergehen könnte?"

  Joe: "Wir müßten versuchen, die Energieversorgung der AI lahmzulegen. Dann könnten wir mit der ganzen Besatzung sprechen, auch mit den Sicherheitsleuten. Ich gehe davon aus, daß die Secus nicht alle über Leichen gehen. Es klönnte dann eine kleine Palastrevolution geben, ohne daß das Risiko eines Blutbades durch die AI-Körper besteht."

  Tom: "Ich gehe mal davon aus, daß wir der AI nicht einfach den Stecker 'rausziehen können, oder?"

  Joe: "Ich wußte, daß die Frage kommt. Der Zentralrechner, der Neds künstliches Bewußtsein enthält, ist in einem Spezialgehäuse untergebracht, dem selbst Weltraumbedingungen nichts ausmachen. Die Energieversorgung geschieht drahtlos. Unsere einzige Chance liegt im zentralen Steuerraum des Fusionskraftwerkes. DOrt müßte eine Konsole stehen, die in der Lage ist, die Energieübertragung zur AI zu unterbrechen."

  Tom: "Wie stehen unsere Chancen, dorthin zu gelangen?"

  Joe: "Normalerweise beschissen. Zwei Dinge könnten uns jedoch helten. Erstens ist das KRaftwerk in dem Segment, in dem wir uns gerade befinden. Zweitens konferiert die AI gerade mit dem Kapitän, vermutlich über Dich, übrigens. Die verbale Kommunikation Neds mit einem Menschen beansprucht immer noch mehr Rechenzeit als alle anderen Aufgaben. Das heißt, die TORONTO wird zwar weiter gesteuert, aber andere rechenzeitintensive Dinge werden unterdrückt. Dazu gehört zum Beispiel die visuelle Auswertung von Kamerabildern. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir könnten versuchen, unbemerkt durch die Service-Ebene zum Kraftwerksraum zu gelangen, die AI abklemmen und die Leute an Bord über diesen Planeten aufklären."

  Tom: "Klingt gut. Auf geht's zum Kraftwerk."

  Joe: "Das ist alles, was Dir dazu einfällt? Was soll's, wir müssen erstmal hier einen Zugang zum Servicedeck finden. Es ist dafür gesorgt worden, daß in dieser Abteilung sonst niemand ist, wir sollten aber diesen Bereich nicht verlassen, sonst haben wir gleich die Secus am Hals. Die sperren uns wieder ein, bevor Du einen Pieps von deiner Story ablassen konntest."

  Tom: "Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Auf geht's!"

Nachdem sich Tom und Joe durch die Serviceebene gearbeitet haben, erreichen sie den Reaktorraum der Toronto.

  Joe: "Na endlich. Dies ist also der Reaktorraum. Ganz hinten steht der Fusionsreaktor. Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen! Ansonsten sollten wir nach der Konsole Ausschau halten."

Tom und Joe begeben sich zum Fusionsreaktor.

Dieses Sichtfenster mit starkem Filter erlaubt einen direkten Blick in das Herz der TORONTO: den Fusionsreaktor. Die gezähmten Kräfte einer Sonne versorgen den ungeheuren Energiebedarf der Anlage.

  Joe: "Das ist der Reaktor! Schau' Dir dieses Licht an! Sie haben eine Art Sichtscheibe eingebaut, die nur ungefähr ein Tausendstel des Lichtes durchläßt, das bei der Fusion entsteht. Ein phantastischer Anblick!"

Anschließend gehen die zwei Gefährten zur Konsole.

  Joe: "Diese Konsole habe ich gemeint, Tom. Wenn Du mir kräftig die Daumen drückst, könnte ich einen Versuch starten, Ned, die AI, von der Energieversorgung abzuklemmen. Soll ich's gleich probieren?"

  Tom: "Ja, probieren wir's!"

Joe macht sich an die Arbeit.

  Joe: "Mal schau'n. Ich bin kein Spezialist für diese Konsolen, aber das hier müßte..."

Plötzlich wird Joe von einer Lautsprecherstimme unterbrochen!

  Ned: "Tom Driscoll, Joe Bernard, ich muß Sie auffordern, sofort Ihre Aktivitäten an der Steuerkonsole einzustellen. Einige Sicherheitsbeauftragte befinden sich bereits auf dem Weg. Ich muß Sie beide in Gewahrsam nehmen lassen. Leisten Sie keinen Widerstand, die Sicherheitsbeauftragten sind bewaffnet."

  Joe: "Scheii-ße! Die AI!"

  Tom: "Ned! Bilden Sie und Brandt sich wirklich ein, die Wahrheit über diesen Planeten verschleiern zu können?"

  Ned: "Vereinfacht gesagt: Ja. Die Voraussetzungen sind günstig, die Chancen stehen gut. Die Existenz der Firma rechtfertigt einen gewissen Einsatz."

  Tom: "WAS? Sie sagen uns ins Gesicht, daß Sie diese Welt bewußt zerstören wollen? Ich..."

  Joe: "Was ist mit Käpt'n Brandt? Wenn er nicht belegen kann, was auf dem Flug genau passiert ist, ist er seine Lizenz auf Lebenszeit los!"

  Ned: "Das ist zutreffend. Kapitän Brandt wird sich anschließend einer Untersuchung stellen. DDT ist dann natürlich gezwungen, ihn zu entlassen. Er wird sein Leben als der reichste Arbeitslose der jüngeren Zeitrechnung beschließen müssen. Sie beide muß ich leider unter Verschluß halten, bis die Mission beendet ist. Keine Sorge, es wird für alle Bequemlichkeiten gesorgt sein."

  Tom: "Aber sicher. Und der Mond besteht aus Emmentaler. Joe?"

  Joe: "Ja?"

  Tom: "Abgang. Hurtig."

Tom und Joe stürmen aus dem Kraftwerksraum! Das Ziel ihrer Flucht ist eine Schleuse im Krankenbereich, die nach draußen führt. Auf dem Weg durch das Servicedeck können Tom und Joe den Secus knapp entkommen. Eilig rennen sie durch den Krankenbereich, um die Schleuse nach draußen zu finden. Tom und Joe haben die Schleuse nach draußen schon fast erreicht, da sehen sie einen der Körper der AI den Weg in die Freiheit blockieren!

  Ned: "Tom Driscoll, Joe Bernard, Ihr Widerstand gegen die Bordregeln und Ihre offensichtliche Bereitschaft, gegen Firmeninteressen vorzugehen, machen drastische Maßnahmen leider unumgänglich. Tut mir leid."

Der AI-Körper hebt eine Waffe!

Tom beschwört einen Feuerball aus dem Stein der Dji Cantos.

Durch den Feuerball beschädigt, torkelt der AI-Körper hilflos umher.

  Joe: "Mein Gott! Was war das? Wir hast Du das gemacht, verdammt?"

  Tom: "Ein kleines Geschenk, das man mir auf der Insel der Dji Cantos überreicht hat. Noch Fragen?"

  Joe: "Dutzende. Aber keine Zweifel mehr an Deinem Bericht."

  Tom: "Wie schön. O.K., laß' uns abhauen. Es wird schwer genug, sich unentdeckt durch die Wüste zu schlagen."

Fortsetzung

Die Gefährten kehren zur Insel der Dji Cantos zurück und beraten mit den Gelehrten, wie die Toronto bekämpft werden kann.

Szene Beratung bei den Dji Cantos